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Prüfungsverfahren: Mobbing-Folge von Promis unter Palmen GELÖSCHT!

Vergangenen Mittwoch (22. April) sorgte Sat.1 für einen Shitstorm im Internet. Wurde  Promis unter Palmen bislang von Trash-Fans gefeiert, traf der Sender mit der fünften ausgestrahlte Folge überhaupt nicht mehr den Geschmack der Zuschauer. Im Gegenteil: Mit dem gezeigten Mobbing an Kandidatin Claudia Obert wurden Geschmacksgrenzen derart überschritten, dass selbst dem hartgesottensten Trash-TV-Fan der Spaß vergangen ist hat jetzt offensichtlich Konsequenzen: Denn seit dem heutigen Montag ist die betroffene Folge nicht mehr im Internet abrufbar.

Foto: Sat.1

Die Episode ist weder in der Sat.1-Mediathek, noch bei Joyn oder maxdome verfügbar. Promiwood fragte beim Sender nach und erhielt folgende Auskunft: „Die Folge ist bis auf Weiteres aufgrund eines aktuellen Prüfverfahrens nicht abrufbar.“ Was dies genau bedeutet, darüber kann momentan nur spekuliert werden. Doch es ist naheliegend, dass der Inhalt ausschlaggebend ist. Juendschützer und Medienstalten könnten durch den Eklat aktiv geworden sein. Freiwillig dürfte der Sender die Folge jedenfalls nicht vom Netz genommen haben.

Schauspieler und Anti-Mobbing-Trainer Carsten Stahl hat gemeinsam mit der Organisation „Liebe wen du willst“ Anzeige gegen den Sender Sat.1 sowie die Produktionsfirma EndemolShine gestellt. Wenn ich sehen muss, dass in einem Fernsehformat in der Primetime eine Sendung läuft, die zutiefst menschenverachtend ist, die zulässt, dass Menschen andere erniedrigen, ausgrenzen, beleidigen, auf die schlimmste Art und Weise, macht mir das nicht nur Angst um unsere Gesellschaft, sondern es ist Zeichen, das ich nicht akzeptiere und das auch andere nicht akzeptieren. Wenn man Gewalt, Hass und Ausgrenzung so fördert, und auf Kosten der Würde des Menschen für Quote und Geld alles tun kann, dann verroht unsere Gesellschaft jeden Tag, so Stahl in einem Video bei Instagram. Ob es zwischen Stahls Anzeige und dem Prüfverfahren einen Zusammenhang gibt, ist nicht bekannt.

Copyright: SAT.1/Richard Hübner

Ingesamt beschwerten sich zahlreiche Zuschauer darüber, dass Sat.1 die Sendung in dieser Form ausgestrahlt hat. Kandidatin Claudia Obert wurde von den übrigen Teilnehmern derart gemobbt, dass bei ihr die Tränen flossen – bis sie schließlich aufgab und die Flucht ergriff. Dabei fielen übelste Beleidigungen, zudem wurde sie von ihren Mitbewohnern mutwillig mit Lärm belästigt. Schließlich packte Obert wortlos ihre Koffer und verließ ohne jeden Abschied das Haus und verzichtete dadurch auf die Chance von 100.000 Euro Gewinn.

All diese Szenen sorgten für große Empörung im Netz. Zahlreiche Zuschauer waren schockiert von der Sendung und der Tatsache, dass die Produktionsfirma EndemolShine nicht eingeschritten ist, bevor die Situation derart eskaliert ist. Sat.1 hat diese Art von Mobbing ungefiltert gezeigt und unterstützt, da innerhalb der Sendung keinerlei Einordnung stattfand. Die Twitter-User forderten eine Stellungnahme des Senders, da sie die Grenzen weit überschritten sahen.

Foto: Sat.1

Erst am nächsten Morgen veröffentlichte Sat.1 ein Statement. Der Sender argumentierte, dass die prominenten Teilnehmer ihre Sendezeit „meist sehr gezielt zu nutzen wissen und sich sehr bewusst sind, dass die Kamera permanent läuft“. Zudem sei „kein Teilnehmer zu Schaden gekommen“ und während der gesamten Produktion in Thailand seien Betreuer und Psychologen vor Ort gewesen. Dies reichte den meisten empörten Zuschauern jedoch nicht – da es am Kern des Vorwurfs vorbeiging, dass Mobbing ohne jede Einordnung oder Distanzierung zum Zwecke der Unterhaltung dargestellt wurde.

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